Jugendbildungsnetzwerk

aktuelles

Netzwerkstatt 2015
Vom Reagieren zum Agieren – solidarisches Handeln anschieben!

Linke Bildungsvereine und politische Gruppen sind in Zeiten von Pegida, AfD und Hartz IV stärker denn je mit der Frage konfrontiert, wie sie es schaffen, mit ihren Ansätzen und Debatten, gesellschaftlich wirkmächtiger zu werden und vom reinen Reagieren zum Agieren zu kommen. Die Akteur*innen im Jugendbildungsnetzwerk bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung sehen eine zentrale Stellschraube in der Verbindung von politischer Bildung und Organisierung, sowie in der Möglichkeit, solidarisches Handeln mit Hilfe von politischer Bildungsarbeit zu verbreitern.

Entlang verschiedener Beispiele aus der Praxis der Bewegung von Geflüchteten und zum Themenfeld Hartz IV diskutieren wir dieses Jahr auf der „Netzwerkstatt Jugendbildung”, welchen Stellenwert Politische Bildung und Organisierung dabei haben und wie Teile dieser Ansätze multiplizierbar gemacht werden (können). Sicherlich müssen wir uns auch darüber verständigen, was genau wir unter “solidarischem Handeln” verstehen.

Wie auf jeder Netzwerkstatt (NWS) wird es kleinere Workshops geben, in denen Fertigkeiten politischer (Bildungs-)arbeit erprobt werden.Die NWS findet einmal im Jahr ein Wochenende lang statt. Sie ist ein Ort kritischer, solidarischer und leidenschaftlicher linker Debatte um politische Jugendbildungsarbeit. Die NWS ist offen für Interessierte und dient als Reflexionsort für Vertreter*innen linker Bildungsvereine, die sich für eine Veränderung der gesellschaftlichen Missstände engagieren.

Ort: Jugendbildungszentrum Blossin
Waldweg 10
15754 Heidesee/OT Blossin

TN Beitrag: 10 – 20 € (nach Selbsteinschätzung)
Für Teilnehmende ohne eigenes Einkommen ist das Seminar kostenfrei

Anmeldung und Fragen: lebuhn@rosalux.de

 

 

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Rückblickend auf das zweite Halbjahr 2014 findet ihr unter folgendem link den Newsletter mit Berichten aus der Bildungsarbeit des JuBi-Netzwerks:

Newsletter 2_2014

 

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Kürzlich ist der Newsletter des Jugendbildungsnetzwerks auch für das erste Halbjahr 2014 erschienen. Im Newsletter finden sich aktuelle Informationen zu den Trägern des Jugendbildungsnetzwerks und deren Projektarbeit im Netzwerk:

Newsletter 1-2014

 

 

Pressemitteilung des Peter Weiss Haus e.V. zu OZ-Artikeln vom 03.02.2014

Das Peter Weiss Haus
Das Peter Weiss Haus ist ein freies Kultur- und Bildungshaus, was neben der Förderung von Kultur und Bildung, auch dem Andenken von Peter Weiss verpflichtet ist und das ehemalige Haus der Freundschaft als Denkmal erhalten möchte.
Unter dem Dach des Hauses leisten die Vereine Soziale Bildung, Literaturhaus Rostock, Peter Weiss Haus und  die Genossenschaft subraum eG sowie der Buchladen Sequential Art Beiträge für das Gemeinwesen Rostocks, der lokal und überregional von vielen Seiten geschätzt wird. Seit Kauf des Einzelbaudenkmals durch private Spenden finden jährlich über 700 Veranstaltungen statt. Mit Lesungen, Theateraufführungen, Konzerten bis zu Angeboten für Eltern und Kinder werden jährlich über 20.000 Besucher_innen erreicht. Insbesondere in der Bildungs- und Kulturarbeit und in der denkmalpflegerischen Wiederherstellung des Gebäudes fließen jedes Jahr mehrere tausend Stunden ehrenamtliche Arbeit ein. Die öffentlichen Mittel stellen angesichts von ca. 1,5 Millionen Euro Sanierungskosten einen geringen Teil da. Kommunale Mittel finden lediglich in den  Arbeitsbereichen der eigenständig agierenden Vereine Literaturhaus Rostock und Soziale Bildung e.V. Verwendung. Erstmals gab es im Jahr 2013 eine Zuwendung in Höhe von 3.000 € für den denkmalpflegerischen Mehraufwand. Die Genossenschaft subraum eG bewirtschaftet Teile des Hauses und der Außenflächen und trägt zum Erhalt und Sanierung des Hauses in großem Umfang bei. Das Haus setzt sich von Anfang an für Partizipation und Teilhabe aller und gegen Ausgrenzung und soziale Benachteiligung ein.

Zum Vorfall
Anlässlich des 5. Geburtstages des Peter Weiss Hauses fand am Freitag, den 31.1. eine Feier statt, bei der es zu einer Auseinandersetzung zwischen Gästen und den Mitarbeiter_innen im Einlassbereich kam. Die Feier selbst wurde durch die im Peter Weiss Haus Räume mietende Genossenschaft subraum eg veranstaltet. Der Genossenschaft oblag die Veranstaltungsdurchführung und die Umsetzung des Sicherheitskonzepts. Das Haus ist grundsätzlich offen für alle, also auch für alle Berufsgruppen. Es gibt keine Satzung oder Hausordnung, die Menschen- oder Berufsgruppen ausschließt. Wie an anderen Veranstaltungsorten auch werden nur Personen des Hauses verwiesen, die andere Gäste belästigen, übergriffig werden, gewalttätig sind, oder auch aus rechtlichen Gründen (z.B. Minderjährige) nicht teilnehmen dürfen. Darüber hinaus ist es der Subraum eG wichtig, dass im Rahmen ihrer Veranstaltungen homophoben, sexistischen und rassistischen Übergriffen nachgegangen wird und ein guter, respektvoller Umgang das Miteinander im Haus bestimmt und im Rahmen des vielfältigen Kulturprogramms im Peter-Weiss-Haus deutlich wird. Für die Sicherung dieser Prinzipien haben die Mitarbeiter_innen am Einlass einen wichtigen Beitrag geleistet.

Der Vorfall wird sehr ernst genommen, jedoch  besteht jetzt schon Klarheit darüber, dass sich die Ereignisse anders zugetragen haben als in der OZ dargestellt. Mit den Betroffenen und den Mitarbeiter_innen und Verantwortlichen der subraum eg werden von Seiten des Peter Weiss Haus e.V. weiterhin Gespräche geführt. Nach Gesprächen mit involvierten Personen, wurde bisher deutlich, dass eine Person, die der Berufsgruppe der Polizei angehört, aufgrund ihres Berufsstandes gebeten wurde, die Veranstaltung zu verlassen. Dieses Vorgehen war falsch und entspricht nicht der Philosophie des Hauses. Die Subraum eG hat zugesichert, dass sich derartige Vorfälle in Zukunft nicht wiederholen. Im Rahmen der Gespräche mit den Betroffenen wurde deutlich, dass es nicht der Wahrheit entspricht, dass die Polizistin gewaltsam angegriffen oder wie in der OZ berichtet „in einen Würgegriff“ genommen wurde. Wir bleiben weiterhin mit den Beteiligten im Gespräch und werden an der Sachlage orientierte Konsequenzen aus dem Vorfall ziehen. Wir bedanken uns bei den Betroffenen für die Gesprächsbereitschaft und ihre Beiträge zur Aufklärung.

Aufarbeitung in der Presse
Es ist uns wichtig darauf hinzuweisen, dass ein in der vorliegenden Form unzureichend recherchierter Artikel von Seien der OZ auf die Engagierten im Peter-Weiss-Haus inhaltlich tendenziös und im Rahmen seiner Informationsweitergabe verantwortungslos wirkt. Der Artikel der OZ ist gekennzeichnet durch unseriöse Recherchen und Behauptungen, die einer Faktenprüfung nicht standhalten. Somit laufen sie jeder Selbstverpflichtung von Journalist_innen und Pressevertreter_innen zuwider. Des Weiteren stimmt uns insbesondere das Agieren von kommunalpolitischen Akteuren sehr nachdenklich. Ohne sich über Sachlage zu informieren und mit Vertreter_innen des Peter-Weiss-Haus und der darin arbeitenden Vereine gesprochen zu haben, werden Schlussfolgerungen und Konsequenzen gezogen, die verantwortungslos auf dem Rücken der Zivilgesellschaft ausgetragen werden. Insbesondere die Pressemitteilung der CDU-Fraktion ist dafür ein Beispiel. Das Engagement der vielen Akteure im Peter Weiss Haus und deren Bedeutung für Rostock wird undifferenziert, verleumderisch als extremistisch, ideologisch, Fördermittel veruntreuend dargestellt.
Wir hoffen und wünschen, dass solche Entgleisungen im politischen Raum unserer Stadt nicht unkommentiert bleiben und sowohl in den kommunalpolitischen Gremien, der lokalen und regionalen Parteipolitik und von unseren vielen zivilgesellschaftlichen Kooperationspartner_innen durch sachlich-differenzierte Positionierungen eine Korrektur erfahren.

Das Peter-Weiss-Haus bleibt ein Ort des breiten Dialoges und lädt alle Interessierten dazu ein.
An dieser Stelle bedanken wir uns für die schon am heutigen Tage eingegangenen unterstützenden Beiträge und konstruktive Kritik.

 

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Pressemitteilung von Soziale Bildung e.V. zu den Presseartikeln in der Ostseezeitung vom 04.02.2014:

Der Vorfall, bei dem im Peter-Weiss-Haus nach derzeitigem Kenntnisstand eine Polizistin bedrängt und aus dem Haus geschickt wurde, war  heute Inhalt von zwei Artikeln in der Ostseezeitung.
Haus) Haus ein allen Menschen offen stehender und diskriminierungsfreier Raum weiter besteht. Weder in einer Satzung noch in einer Hausordnung des Hauses werden bestimmte Berufsgruppen, wie Polizist_innen von einer Nutzung öffentlicher Veranstaltungen ausgeschlossen.
Zu den bisher erschienenen Presseartikeln möchten wir aber mehrere Richtigstellungen vornehmen. Die Veranstaltung aus Anlass des fünfjährigen Bestehens des Peter-Weiss-Hauses am Wochenende wurde, wie die meisten Konzert- und Musikveranstaltungen, von der Subraum e.G. organisiert und durchgeführt. Soziale Bildung e.V. war in diese Veranstaltung nicht involviert.

Es ist unserer Meinung nach für einen objektiven Journalismus nicht zulässig und alles andere als ausgewogen, wenn eine derartige Vermischung von einzelnen Vorkommnissen bei Großveranstaltungen in einem Kulturhaus mit der gänzlich anders gelagerten Arbeit von Mietern in eben diesem Haus vorgenommen wird. Namentlich erwähnt wurden das Literaturhaus Rostock und Soziale Bildung e.V.. Die Instrumente journalistischer Sorgfalt werden hier einseitig verwendet, so dass ein politisches Interesse naheliegend scheint, das erfolgreich arbeitende Kulturzentrum Peter-Weiss-Haus und sogar die hier ansässigen Vereine zu schädigen.

Die Arbeitsschwerpunkte von Soziale Bildung sind zum Einen die Offene Kinder- und Jugendarbeit in Rostock Innenstadt, KTV und Brinkmansdorf, Schulsozialarbeit an 5 staatlichen Schulen, aber auch die politische Jugend- und Erwachsenenbildung in M-V, die wir seit 2005 landesweit durchführen. Das mit den Artikeln beide Vereine für Vorfälle bei Feiern und Konzerten im PWH verantwortlich gemacht werden sollen, steht in keinem Verhältnis zu der zivilgesellschaftlichen kulturellen und bildenden Arbeit und den zukunftsweisenden, innovativen Projekten, die der Verein entwickelt. So hat Soziale Bildung e.V. mit seinen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Mitarbeiter_innen über 2.000 Bildungsstunden 2013 in den Bereichen Antidiskriminierung, Benachteiligtenförderung, Soziale Ungleichheit, Prävention von Neofaschismus, Entwicklungspolitik und der Kinder- und Jugendarbeit umgesetzt.
äußern. Wir wünschen dem Journalismus hierfür gute Besserung.

Wir hoffen auf die Solidarität der Zivilgesellschaft, um unsere Arbeit vor Angriffen von rechts zu schützen.
Der Verein Soziale Bildung bedauert das Vorkommnis zutiefst und wird gemeinsam mit den anderen Nutzern des Hauses dazu beitragen, dass ein offener Zugang aller Menschen zu den Veranstaltungen im Haus gewährleistet wird.

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„Blühende Landschaften“ – Neonazi-Gewalt in Brandenburg 1989-1993 –  Zeitgeschichtliches Online-Projekt des DJB startet
In dem Recherche-Blog „Blühende Landschaften“
(http://landschaften.djb-ev.de) veröffentlicht das Demokratische
JugendFORUM Brandenburg eine Sammlung von Interviews mit
Zeitzeug/innen, die in politischen Kontexten oder in öffentlichen
Verwaltungen die frühen 1990er Jahre im Land Brandenburg
erlebt und gestaltet haben.

Ausgangspunkt der Recherche waren die 20. Jahrestage der rassistischen
Pogrome in Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen. Wie haben Menschen in
Brandenburg die Ereignisse und die Zeit wahrgenommen? Was ist ihnen in
Erinnerung geblieben? Wie bewerten sie die damaligen Entwicklungen
heute?

Die Interviews mit Gesprächspartner/innen aus Bernau, Eberswalde,
Angermünde, Schwedt/Oder, Königs Wusterhausen, Frankfurt (Oder) und
Cottbus handeln von den Situationen vor Ort, von der Erfahrung
massiver Neonazi-Gewalt, von den Versuchen, Gegenstrategien zu
entwickeln oder sich einfach nur zu behaupten. Darüber hinaus
geben die Gespräche Einblicke in eine Zeit des politischen Umbruchs,
der weitreichende gesellschaftliche Veränderungen zur Folge hatte.

Das DJB will mit dem Projekt Zeitzeug/innen zu Wort kommen lassen und
ruft zu einer Aufarbeitung der gesellschaftlichen Situation und Gewalt
Anfang der 1990er Jahre im Land Brandenburg auf, deren Langzeitfolgen
heute immer noch Fragen aufwerfen.

Ein weiteres zeitgeschichtliches Online-Projekt in Trägerschaft des
DJB endet in diesen Tagen: RE:GUBEN (http://re-guben.de) hat sich im
Laufe des vergangenen Jahres mit der Erinnerung an den Tod Farid
Guendouls auseinandergesetzt. Der Algerier starb am 13. Februar 1999
im brandenburgischen Guben auf der Flucht vor einer Gruppe
rechter Jugendlicher, die ihn angegriffen hatte. Anlässlich des 15.
Todestages öffnet am 13. Februar 2014 in der Berliner Galerie
„Werkraum Bild und Sinn“ eine Ausstellung
(http://werkraumbildundsinn.de/AktuelleAusstellung/).

 

 

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Kürzlich ist der Newsletter des Jugendbildungsnetzwerks auch für das zweite Halbjahr 2013 erschienen. Im Newsletter finden sich aktuelle Informationen zu den Trägern des Jugendbildungsnetzwerks und deren Projektarbeit im Netzwerk:

Jubi Newsletter1 (1. Halbjahr 2013)

Newsletter 2 online (2. Halbjahr 2013)

 

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Meldung vom 1. August 2013

Übergriff von russischen Polizeieinheiten auf eine internationale Jugendbegegnungsveranstaltung in Apatity (Gebiet Murmansk, RF).

Am Abend des 1. August stürmten vermummte und mit Maschienenpistolen bewaffnete Polizisten der russischen Spezialeinheit “OMON” eine Jugendherberge bei Apatity. Die insgesamt 30 Teilnehmende des Vostok-Forums (darunter 15 EU-Bürger / 12 Deutsche) sowie weitere Gäste der Jugenberberge wurden auf brutale Weise zu Boden gerissen und mussten dort ohne weitere Erklärungen ca. 20 Minuten verharren. Anschließend mussten sie sich ausweisen und wurden teilweise vereinzelt an verschiedenen Orten und ohne Angabe von Gründen für weitere 40 Minuten festgehalten. Die Festgehaltenen, von denen die meisten kein russisch sprechen, wurden angeschrien und bedroht.

Lediglich ein einzelner russischer Ermittlungsbeamter wies sich nach intensiver Nachfrage aus. Die Polizei konnten keinerlei Unterlagen oder Papiere vorweisen, die ihr brutales und absolut unverhältnismßiges Handeln hätten begründen können. Niemand wurde über seine Rechte aufgekärt. Mehrere Pesonen erlitten einen Schock. Der Notarzt musste zu Hilfe gerufen werden. Ein russischer Teilnehmender, der russische zivilgesesellschaftliche Aktivist Aleksej Raschodchikov (Алексей
Расходчиков) wurde festgenommen. Sein gegenwärtiger Aufenthaltsort und seine Verfassung sind zur Zeit nicht bekannt.

Die internationale Organisationsgruppe des Vostok erklärt in diesem
Zusammenhang: „Wir sind äußerst beunruruhigt über die Situation, das die Mitarbeiter des Ermittlungskomitees und der Spezialeinheit OMON ohne Rücksichtnahme auf Normen des internationalen Rechts handeln, indem sie alle Teilnehmenden des Vostok-Forums festsetzen, ihre Bewegungsfreiheit einschränken, ohne die Festgehaltenen über ihre Rechte zu informieren oder ihr Verhalten zu begründen.“

Das Vostok-Forum findet seit acht Jahren auf der russischen Kola-Halbinsel statt. Es ist eine Begegnungsplattform junger Studierender, Wissenschaftler, Künstler und Aktivisten. Die konkreten Diskussions-Themen werden im Rahmen eines so genannten „offenen Prozesses“ vor Ort festgelegt.

Eine erweiterte Langfassung dieses Textes kann angefordert werden.

Hier ein link zu einem Radiointerview mit Bericht über die Geschehnisse:
www.freie-radios.net/57559