Jugendbildungsnetzwerk

Netzwerkstatt

Netzwerkstatt 2015
Vom Reagieren zum Agieren – solidarisches Handeln anschieben! (04.-06.12. 2015, in Blossin)

Linke Bildungsvereine und politische Gruppen sind in Zeiten von Pegida, AfD und Hartz IV stärker denn je mit der Frage konfrontiert, wie sie es schaffen, mit ihren Ansätzen und Debatten, gesellschaftlich wirkmächtiger zu werden und vom reinen Reagieren zum Agieren zu kommen. Die Akteur*innen im Jugendbildungsnetzwerk bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung sehen eine zentrale Stellschraube in der Verbindung von politischer Bildung und Organisierung, sowie in der Möglichkeit, solidarisches Handeln mit Hilfe von politischer Bildungsarbeit zu verbreitern.

Entlang verschiedener Beispiele aus der Praxis der Bewegung von Geflüchteten und zum Themenfeld Hartz IV diskutieren wir dieses Jahr auf der „Netzwerkstatt Jugendbildung“, welchen Stellenwert Politische Bildung und Organisierung dabei haben und wie Teile dieser Ansätze multiplizierbar gemacht werden (können). Sicherlich müssen wir uns auch darüber verständigen, was genau wir unter „solidarischem Handeln“ verstehen.

Wie auf jeder Netzwerkstatt (NWS) wird es kleinere Workshops geben, in denen Fertigkeiten politischer (Bildungs-)arbeit erprobt werden.Die NWS findet einmal im Jahr ein Wochenende lang statt. Sie ist ein Ort kritischer, solidarischer und leidenschaftlicher linker Debatte um politische Jugendbildungsarbeit. Die NWS ist offen für Interessierte und dient als Reflexionsort für Vertreter*innen linker Bildungsvereine, die sich für eine Veränderung der gesellschaftlichen Missstände engagieren.

Ort: Jugendbildungszentrum Blossin
Waldweg 10
15754 Heidesee/OT Blossin

TN Beitrag: 10 – 20 € (nach Selbsteinschätzung)
Für Teilnehmende ohne eigenes Einkommen ist das Seminar kostenfrei

Anmeldung und Fragen: lebuhn@rosalux.de

Flyer: Jubi15_2_neu

 

 

 

Netzwerkstatt 2014 – Emanzipatorische Bildungsansätze auf dem Prüfstand

Es ist wieder soweit! Vom 5.-7. September findet die Werkstatt des Jugendbildungsnetzwerkes bei der Rosa Luxemburg Stiftung in der Jugendbildungsstätte Kurt Flyer-web-kleinLöwenstein in Werftpfuhl bei Berlin statt. Sie bietet die Möglichkeit sich mit politisch Aktiven und MultiplikatorInnen auszutauschen und zu vernetzen.

Dieses Jahr wollen wir uns mit unterschiedlichen Bildungsformaten, -methoden und -ansätzen in der linken Jugendbildungslandschaft auseinandersetzen. Wir wollen gemeinsam überlegen, welche Stärken und Schwächen die jeweiligen Formate haben und für welche Zielgruppe was geeignet erscheint. Als Workshop-Träger_innen sind in diesem Jahr Skills for Action, Straßen aus Zucker, Input Tübingen, sowie die Projektgruppen Lateinamerika und Politische Ökonomie dabei!

Wir freuen uns, einen Teil der Vielfalt im Jugendbildungsnetzwerk auf der diesjährigen Netzwerkstatt repräsentieren zu können und laden Euch herzlich dazu ein, diese Vielfalt um eure eigenen Erfahrungen zu erweitern. Für eine lebhafte und kritische Debatte! Zur Anmeldung bereit?! Dann einfach eine kurze E-Mail an guse@rosalux.de, fertig.

Im folgenden findet ihr Kurzbeschreibungen zu den Workshops. Stück für Stück werden diese hier auf der Seite erscheinen. Noch sind sie leider nicht vollzählig eingegangen. In Kürze wird hier auch der genaue Programmablauf gepostet.

 

Workshop I – Bildungsreisen organisiert von der PG-LA

Die Projektgruppe Lateinamerika (PG LA) setzt sich aus mehreren Kollektiven zusammen, die gemeinsam versuchen einen praktischen Ansatz internationaler Solidarität umzusetzen. Ein wesentlicher Teil dieser Arbeit ist das Treffen und Austauschen von Basisaktivist_innen. Bildungsreisen von und nach Brasilien, Mexiko und Kolumbien, sind unser Erfahrungsschatz den wir gerne mit euch teilen, hinterfragen und diskutieren möchten.

Anhand von praktischen Überlegungen wie beispielsweise: Wie groß sollte eine Reisegruppe sein? Wer soll mitkommen? Möchten wir einige Ideen zur Konzipierung von Bildungsreisen anbieten. Doch darüber hinaus wollen wir auch für uns noch offene Fragen diskutieren: Bildungsreise nach nebenan, landesweit, europaweit, weltweit – wo liegen die Unterschiede? Viel Arbeit, viel Geld – doch was kommt unterm Strich dabei heraus? Praktische Solidarität oder Polittourismus?

Workshop II – Aktions- und Blockadetrainings als erfahrungszentriertes Lernen organisiert von skills for Action

Das Aktionstrainer_innen-Netzwerk skills for action (s4a) ging 2007 aus einer von der RLS-Jugendbildung finanzierten Workshop-Reihe hervor und ist inzwischen mit Trainer_innen in Deutschland, Österreich, Schweiz und den Niederlanden vertreten. Hunderte Trainings hat s4a seit 2007 durchgeführt und unzählige Kampagnen und Aktionen damit unterstützt. Vor allem aber haben die Trainings einen Raum für die Teilnehmenden geboten, sich mit Zivilem Ungehorsam zu beschäftigen, über Aktionen zu sprechen, sich über diesbezügliche Ziele, Wünsche, Bedürfnisse und auch Sorgen und Ängste auszutauschen und ganz praktisch Erfahrungen zu machen und zu reflektieren.

Im Workshop auf der Netzwerkstatt werden wir anhand ausgewählter Spiele Modulen unseren Ansatz des erfahrungszentrierten Lernens erfahr- und diskutierbar machen.

Workshop III – Kapitalismuskritik in der Bildungsarbeit organisiert von der AG PolÖk

Kapitalismus verständlich und kritisierbar zu machen ist ein wichtiger Bestandteil emanzipatorischer Bildungsarbeit – und in Zeiten der Krise nötiger denn je. Aber wie? Wirtschaftsthemen gelten sowohl bei Bildner_innen als auch bei Teilnehmer_innen als kompliziert und abstrakt. Besonders schwierig erscheint es, erfahrungsorientierte Bildungsarbeit in diesem Bereich anzubieten. Dabei ist Ökonomie etwas, das uns allen täglich begegnet: Sowohl in der alltäglichen Lebensführung als auch in Form von Nachrichten, Informationen und Diskussionen.

Die Broschüre „Bildung zu Kapitalismus und Kapitalismuskritik“ versucht Zugänge zu verschiedenen Bereichen der politischen Ökonomie für die Bildungsarbeit zu eröffnen. Materialien aus unterschiedlichen Zusammenhängen – entwicklungspolitische, gewerkschafts- und bewegungsnahe Bildungsarbeit – wurden zusammen getragen. Vom Einstieg zur Frage, wer in unserer Gesellschaft welche Arbeit macht, über die Thematisierung eines Interessensgegensatz bis zur Auseinandersetzung mit neoliberaler Weltanschauung reicht die Palette von Aktivitäten, die mal stärker an der Alltagserfahrung von Teilnehmenden anknüpfen, mal eher analytisch oder historisch ausgerichtet ist.

In dem Workshop wollen wir uns anhand es eigens produzierten Beispiels mit der Form „Broschüre“ als Bestandteil linker emanzipatorischer Bildung auseinandersetzen.

Workshop IV – Einführungsveranstaltungen in der Bildungsarbeit organisiert von INPUT

INPUT ist eine linke Veranstaltungsgruppe für Jugendbildung, die seit Januar 2008 monatlich Vorträge und Workshops in verschiedenen Städten in Baden-Württemberg veranstaltet. Unsere Zielgruppe sind junge, politisch interessierte Menschen zwischen ungefähr 16 und 25 Jahren, die nicht unbedingt aus organisierten linken Zusammenhängen kommen. Es ist unser Anspruch Basiswissen zu vermitteln, Einführungen in verschiedene gesellschaftspolitisch, aber auch für die Linke relevante Themen zu ermöglichen und Räume zu schaffen, um offen zu diskutieren, um „dumme Fragen“ zu stellen zu können (für die unserer Ansicht nach leider oft kein Platz zu sein scheint) und sich auszutauschen.“ Diese Praxis und dieses Format möchten wir gemeinsam mit euch im Workshop reflektieren.

 

 

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 „Denn du schreibst Geschichte“ – Netzwerkstatt September 2013JuBiNetzFlyer_fertig

Die Frage danach, was emanzipatorische Politische Jugendbildungsarbeit eigentlich ist, zieht sich seit der ersten Tagung (2003) durch die Arbeit des Jugendbildungsnetzwerks.

Auf der diesjährigen Netzwerkstatt soll diese Debatte unter dem Thema „Erinnerungsarbeit in der Politischen Bildung“ fortgeführt werden.

Mit einem theoretischen Einstieg zu wichtigen Fragestellungen und Analysekriterien entwickeln und schärfen wir unsere Sichtweisen auf Erinnerungspolitik:

Wie sieht kritische politische Erinnerungsarbeit aktuell aus?

Was unterscheidet eine emazipatorische Erinnerungsarbeit von einer konventionellen Geschichtsschreibung?

Mit welchen Methoden kann in der Vermittlung gearbeitet werden?

Die Ergebnisse der gemeinsamen Diskussion dienen uns danach in themenspezifischen Workshops auch dazu, unsere eigene Praxis gemeinsam zu reflektieren.

Aktuelle Ankündigungen und Infos findet ihr in Kürze unter:

www.rosalux.de/politische-bildung/thema/jugendbildung

Wir laden euch dazu ein, an der Jugendbildungsnetzwerkstatt aktiv teilzunehmen und sie mitzugestalten.

Teilnahmebeitrag: 20 EUR, ermäßigt 10 EUR

Anmeldung bis 13.09. bei lebuhn@rosalux.de

ORT: Jugendbildungsstätte

Kurt Löwenstein,

Freienwalder Allee 8-10,

16356 Werneuchen/Werfpfuhl (Berlin)

 

UPDATE 11. September 2013 NETZWERKSTATT

Programm Netzwerkstatt Jugendbildung

Freitag

18 Uhr Anreise/ Abendessen

19:00 Uhr Begrüßung , Kennenlernen und interaktive Entwicklung eines Zeitstrahls eigener Interessen und Projekte

Ab 21:00 Uhr Kneipe/ Austausch

Samstag

8:30 Uhr Frühstück

9:30 Uhr Einführung und theoretischer Input mit Cornelia Siebeck
„Wissen, was man tut: Gedächtnispolitik als soziopolitische Praxis“

Diskussion und Erarbeitung von Fragen für die Workshops am Nachmittag

12:30 Uhr Mittagessen

14:00 Uhr Workshop-Phase: Es finden drei Workshops parallel statt:

Workshop 1: NS-Erinnerungsarbeit am Beispiel von Topf & Söhne mit Michel Raab und N.N. aus Erfurt, Themen: Aufarbeitung und wie gehen wir in der heutigen Zeit damit um?
Hier könnten sich auch andere Interessierte an Gedenkstättenarbeit einbringen. Erfahrungen werden hier geteilt und zur Diskussion gestellt. Wie geht man mit der Geschichte vor der eigenen Haustür um? Was ist das explizit Linke an Gedenkstättenarbeit?

Workshop 2: Deutung von Geschichte/ Geschichtsdiskurse/ DDR-Geschichte am Beispiel der Veranstaltung im Conne Island zur Deutung des 17. Juni 1953, mit Philipp Graf. Hintergrund der Veranstaltung, Problempunkte, Austausch,…

Workshop 3: Pogrome 90er Jahre am Beispiel von Rostock-Lichtenhagen mit Soziale Bildung e.V.

18 Uhr Abendessen

19:30 bis 20:30 Uhr Zusammenführung der Workshop-Ergebnisse

ab 21 Uhr Party/ Kneipe mit DJ I-Phone – wir spielen eure Hits!


Sonntag

Ab 8:30 Uhr Frühstück

10 Uhr Feedback, bearbeitung offen gebliebener Fragen, Sammlung von Themenvorschlägen für die Netzwerkstatt 2014

12 Uhr Mittagessen

13 Uhr Treffen der Netzwerk-PGen, insbesondere PG Ex-Extremismus

14:30 Uhr Aufräumen

15 Uhr Abreise

UPDATE 05. Juli 2013 NETZWERKSTATT

Hier ein paar News zur Vorbereitung der Netzwerkstatt:

Die Netzwerkstatt beginnt am Freitag Abend mit einem ersten Workshop, in dem alle Teilnehmenden die eigenen Bezüge zu „Erinnerungspolitik“ visualisieren. Hiermit verorten wir uns zunächst im Themenfeld der Netzwerkstatt.

Für eine Einführungsrunde am Samstag Vormittag in das Thema „Wissen, was man tut: Gedächtnispolitik als soziopolitische Praxis“ haben wir Cornelia Siebeck gewinnen können. Cornelia Siebeck ist Historikerin und forscht und schreibt zu gedächtnistheoretischen und gedächtnispolitischen Fragen sowie zur Repräsentation von Vergangenheit im öffentlichen Raum. Sie arbeitet darüber hinaus in der historisch-politischen Vermittlungspraxis, was für uns von besonderem Interesse ist.

Ziel der Einführung am Samstag Vormittag ist, dass wir uns gemeinsam erarbeiten, was Fallstricke unserer Bildungsarbeit zu Erinnerungspolitik sind. Es soll dabei um die Frage danach gehen, was Erinnerungspolitik macht und wie sie es macht?

Für Samstag Nachmittag sind verschiedene Workshops denkbar: Möglich ist bereits ein Workshop von Soziale Bildung e.V. (Rostock) – die Rostocker_innen könnten zu Rostock-Lichtenhagen/ Pogrome Anfang der 90er und zu dem Film „The truth lies in Rostock“ etwas anbieten. Auch wird ein Vertreter des „re: Guben“-Projekts (http://www.re-guben.de/) auf der Netzwerkstatt sein. Des Weiteren kommen die Organisator_innen des antifaschistischen Workcamps Ravensbrück, die ihr Projekt vorstellen können. Zudem gab es die Idee, einen Workshop zur Bewegung der Geschichtswerkstätten in den 80er Jahren zu geben. Wie es aussieht kommt auch eine Verteterin des Organisator_innenkreises der Veranstaltung zum 17. Juni 1953, die vor kurzem im Conne Island (Leipzig) stattgefunden hat. Eine weitere Anfrage läuft im Bereich NS-Gedenkstättenarbeit. Welche Workshops ganz konkret stattfinden, wird noch geklärt.

Ihr könnt euch ab sofort für die Veranstaltung anmelden, schreibt uns bitte auch, in welchem Zusammenhang ihr mit der Thematik steht – arbeitet ihr selbst an einem Bildungsprojekt zu Erinnerungspolitik mit/welches?

Plant ihr etwas? Oder habt ihr einfach ein allgemeines Interesse?

Der Programmablauf mit Zeitangaben wird ab Anfang September auf dieser Seite abrufbar sein.

 

 

jubi_netzwerkstatt_2012Netzwerkstatt  Dezember 2012

Liebe Netzwerker*innen, Mitstreiter*in- nen, Beteiligte und Unbeteiligtedes Jugendbil-dungsnetzwerks,

Träger und Einzelpersonen, die im Jugendbildungsnetzwerk bei der Rosa- Luxemburg-Stiftung aktiv sind treffen sich einmal im Jahr, um sich über ihre verschiedenen Bildungspraxen auszutauschen.

Bei der Netzwerkstatt geht es darum, die verschiedensten Handlungsfelder unseres Netzwerks plastisch zu machen, den unterschiedlichsten Akteur*innen die Möglichkeit zu geben, ihre politische Arbeit zu reflektieren und neue Methoden der politischen Bildung zu vermitteln und kennen zu lernen, sowie sich miteinander zu vernetzen. Die Werkstätten sind zugleich ein Ort zum Andocken ans Netzwerk und der Verabredung neuer Arbeitsfelder und Projekte.

Schwerpunkt der Werkstatt 2012 ist das Thema „Transnationale Bildung“. Was verstehen wir unter emanzipatorischer politischer Bildung? Muss diese zum Beispiel transnational sein? Wie ist eine gleichberechtigte und solidarische Arbeit und Kommunikation in (transnationalen) Netzwerken möglich? Wie können in (transnationalen) Bildungsprojekten eigene Grenzen überschritten werden? Dies sind zum Beispiel Fragestellungen, die wir dieses Mal gemeinsam diskutieren wollen.

Mehr zu dem Thema:

http://fels.nadir.org/de/821/arranca-radio-5 

Messerschmidt_2C_20Bildungsprozesse 

120_03_Ziai-1

 

 

Flyer Netzwerkstatt 2011Netzwerkstatt April 2011

Träger und Einzelpersonen, die im Jugendbildungsnetzwerk bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung aktiv sind treffen sich einmal im Jahr, um sich über ihre verschiedenen Bildungspraxen auszutauschen.

Schwerpunkt der Werkstatt 2011 ist das Thema „Konzept linker politischer Jugendbildungsarbeit“. Es können weitere Themen eingereicht werden. „Was bedeutet Lernen in Zeiten der Krise?“, „Wie verhalten wir uns zum Extremismusdoktrin?“, könnten beispielsweise Fragen sein!